---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Pressemittilung der Zoologischen Staatssammlung München vom 19.12.2008
Ehrung für Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns sowie Lehrstuhlinhaber für Systematische Zoologie und Vorstand des GeoBio-Centers an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Am 18. Dezember 2008 wurde Herrn Prof. Dr. Gerhard Haszprunar von der Österreichischen Generalkonsulin, Frau Dr. Senta Wessely-Steiner, im Beisein des Vizepräsidenten der LMU, Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Putz und weiterer Ehrengäste das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Es ist dies eine der höchsten Auszeichnungen der Republik Österreich für wissenschaftliche Leistungen, die nur auf Antrag eines Bundesministers durch den Österreichischen Bundespräsidenten verliehen wird.
Prof. Haszprunar schloss sein Studium der Zoologie und Botanik an der Universität Wien mit nur 25 Jahren im Dezember 1982 krönend mit einer Promotion sub auspiciis praesidentis rei publicae (entspricht in etwa dem deutschen summa cum laude) ab. Er wurde bereits 1988 an der Universität Innsbruck habilitiert, wobei die Habilitationsschrift nicht nur internationale Beachtung fand (sie ist bis heute die meistzitierte Arbeit des entsprechenden Fachjournals), sondern auch mit dem Kardinal-Innitzer-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Auch die folgende Tätigkeit als Universitätsdozent bzw. Assistenzprofessor fand 1994 mit dem Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für die wissenschaftliche Forschung an der Leopold-Franzens-Universität ihre Anerkennung. Mit nur 38 Jahren wurde er 1995 als Lehrstuhlinhaber für Systematische Zoologie an die Ludwig-Maximilians-Universität München berufen. Zugleich wurde ihm die Leitung der Zoologischen Staatssammlung übertragen, ein weltweit bekanntes Forschungsmuseum mit mehr als 50 Mitarbeiter/innen und etwa 20 Millionen Inventareinheiten. Seine Forschungsleistungen wurden insbesondere durch die Berufung als Miller-Professor auf ein Gastsemester an die renommierte University of California, Berkeley im Herbst 2001 bestätigt. An der LMU München ist Prof. Haszprunar Gründungs- und Vorstandmitglied des 2002 gegründeten GeoBio-Centers/LMU, das insbesondere die interdisziplinäre Forschung von Geo- und Biowissenschaften in und außerhalb der Universität koordiniert und fördert. Seit 1. Januar 2006 ist Prof. Haszprunar Generaldirektor der gesamten Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB), ein Verbund aus insgesamt 11 Forschungsinstitutionen und Naturkundemuseen mit insgesamt mehr als 250 Mitarbeiter/innen, die sich auf fünf Standorte (München, Bamberg, Bayreuth, Eichstätt, Nördlingen) in ganz Bayern verteilen.
Prof. Haszprunar hat sich auch stets intensiv für die Volksbildung eingesetzt. Dabei ist ihm nicht nur die unmittelbare Wissensvermittlung, sondern insbesondere der Dialog zwischen Naturwissenschaft, Gesellschaftspolitik und Theologie ein konkretes Anliegen. Seine Aufgaben als Generaldirektor der SNSB und damit als Hauptverantwortlicher von insgesamt acht naturkundlichen Bildungseinrichtungen (in München u. a. der Botanische Garten und das Museum „Mensch und Natur“ mit insgesamt ca. 800.000 Besuchern pro Jahr) geben diesen Intentionen auch einen bedeutenden institutionellen Rahmen.
Kontakt und Information: Prof. Dr. Gerhard Haszprunar: haszi@zsm.mwn.de , www.zsm.mwn.de/dir/ Tel. 089-8107-104, Fax: 089-8107-300 Dr. Eva Natzer (Wiss. Geschäftsführerin SNSB): natzer@snsb.de , www.snsb.de Tel. 089-17999-2