Noch ein Kopf
Morphogenese der Hydra - eine dreiköpfige Chimäre entsteht
Für die einen ist es eine neunköpfige Wasserschlange aus der griechischen Mythologie, für die anderen ein wertvoller Modellorganismus der Entwicklungsbiologie die Hydra. Der Süßwasserpolyp ist nahezu unsterblich. Denn er besitzt die faszinierende Eigenschaft, sich immer wieder zu regenerieren, egal an welcher Stelle man seinen Körper durchtrennt. Doch woher weiß er, ob ihm ein Kopf oder Schwanz fehlt? Jessica Oberheim ging dieser Frage nach. Sie pflanzte die Köpfe zweier Hydren aufeinander, mit unerwartetem Ergebnis: An der Schnittstelle entstand ein dritter Kopf. Die Schülerin entwickelte eine schlüssige Theorie für ihre ungewöhnliche Beobachtung, die zum besseren Verständnis der Funktion von Stammzellen beitragen könnte.
Die Preisträgerin wurde am 23. Mai 2009 beim 44. Bundeswettbewerb der Stiftung Jugend forscht in Osnabrück ermittelt.
s. auch :
https://www.jugend-forscht.de/index.php/projectsearch/detail/6038.3494