Praktikum
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Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie, Jena

Feldarbeitspraktikum - Wüstenameisen in Tunesien

Praktikumsdauer: Ende Mai bis Anfang/Mitte August 2017
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Feldarbeitspraktikum in der Wüste Tunesiens

Die Fähigkeit, sich erfolgreich orientieren zu können, ist für Tiere von größter Wichtigkeit. Wüstenameisen der Art Cataglyphis fortis haben ein faszinierendes Navigationssystem, welches es ihnen ermöglicht, sich effizient und zielsicher durch die karge Wüstenlandschaft zu bewegen. Während die Ameisen auch nach langen Ausläufen von ihrem Wegintegrator zur Nähe des Nestes geleitet werden, nutzen sie für die letztendliche Anpeilung des Nesteinganges visuelle Landmarken und auch den Geruchssinn, d.h. der Nestgeruch wird genutzt, um den Nesteingang effizient zu orten.

Unsere Gruppe beschäftigt sich mit der Orientierung der Wüstenameisen Cataglyphis. Welche Rolle spielt die geruchsgesteuerte Orientierung bei Ameisen, die entweder auf der Suche nach Futter, oder auf dem Rückweg zum Nest sind? Gibt es ortsspezifsche Gerüche, die zur Navigation benutzt werden können?

Das Projekt beinhaltet Feldarbeit in Tunesien (Ende Mai bis Anfang/Mitte August 2017), bei dieser das Verhalten der Ameise im natürlichen Habitat untersucht wird. Wir leben in dem Fischerdorf Maharès und fahren jeden Tag 60 km landeinwärts zu einer kleinen Salzwüste, in der wir die Verhaltensexperimente mit den Ameisen durchführen. Je nach Eignung und Interesse kann das Praktikum auch zu einer Master- oder Bachelorarbeit ausgeweitet werden. Unterkunft und Reisekosten werden übernommen, wobei die Lebenshaltungskosten sehr gering sind.

Folgende Voraussetzungen sollten dafür erfüllt sein:
Hitze- und Sonnenliebend bzw. -resistent (es ist heiß), keine Grundnahrungsmittel-Unverträglichkeit, körperlich gesund, belastbares Gemüt, ausdauernd, zuverlässig, engagiert, motiviert und einen Führerschein der Klasse B (nicht zwingend).
Dafür bieten wir die seltene Chance Feldarbeit-Erfahrung zu sammeln und einen intensiven Einblick in die Verhaltensbiologie der Wüstenameisen Cataglyphis fortis zu bekommen. ECTS-Leistungspunkte können nach Absprache mit dem Fachbereichsbetreuer vergeben werden.

Bei Interesse bitte umgehend mit mir Kontakt aufnehmen

Dr. Markus Knaden

Abteilung für evolutionäre Neuroethologie
Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie
Hans-Knoell-Strasse 8, Jena
03641-571421
mknaden@ice.mpg.de

© 26.04.2017 Deutsche Zoologische Gesellschaft e.V., DZG