Historie:
Seit 1988 können sich DZG-Mitglieder zu Studiengruppen zusammenschließen. Die sukzessive Gründung von Studiengruppen führte zum stärksten Anstieg der Mitgliederzahlen in der Geschichte der DZG, da sich junge Zoologinnen und Zoologen von speziellen Veranstaltungen und Kolloquien zu ihren jeweiligen Studienschwerpunkten angezogen fühlten.
Die Notwendigkeit Schwerpunkte zu setzen und in Teildisziplinen zu vertreten, diese jedoch unter einem gemeinsamen "Dach Zoologie" zu vereinen, war ein Ergebnis des "Berliner Gesprächs" unter Zoologen verschiedenster Fachrichtungen im Februar 1985. Im Vorwort des Bandes "Zoologie 1985 - Bilanz und Perspektiven" (Boeckh und Pfannenstiel, 1986), der im Auftrag der DZG die Ergebnisse des Gesprächs detailliert zusammenfasst, steht, dass der Deutschen Zoologischen Gesellschaft eine besondere Bedeutung zukommt. Sie kann eine Klammer darstellen, welche, ohne einzuengen, die sich rasch fortentwickelnden und oft divergierenden Teildisziplinen im Sinne einer übergreifenden Zoologie vereint.
Der Inhalt des Berliner Gesprächs reflektiert die Zeitströmung 1985 und führte zur Etablierung von "Studiengruppen" in der DZG. 1988 schlug der damalige Vorstand (Präsident Prof. Linzen) in der Mitgliederversammlung am 26.5., während der 81. Jahrestagung der Gesellschaft in Bielefeld vor, durch eine Ergänzung der Vereinsordnung die Möglichkeit zur Einführung von „Studiengruppen“ zu schaffen. Diese Studiengruppen seien im Gegensatz zu den früher diskutierten "Sektionen" so zu sehen, dass nicht eine Unterteilung der DZG beabsichtigt sei, sondern eine Schwerpunktbildung unter dem Dach der DZG erfolgen könne, soweit entsprechende Initiativen an den Vorstand herangetragen würden. Die Studiengruppen sollten ihre Hauptveranstaltung jeweils im Rahmen der künftigen DZG-Jahresveranstaltungen durchführen, was zu einer Bereicherung der Tagungen, allerdings auch verstärkt zu Parallelsitzungen führen würde.
Die Einführung von Studiengruppen wurde besonders von jüngeren Mitgliedern befürwortet. In der abschließenden Abstimmung wurde mit überwältigender Mehrheit bei 14 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen folgender Text für die Ergänzung der Vereinsordnung angenommen:
"§ 6. Vereinsmitglieder können sich mit Genehmigung des Vorstandes zu Studiengruppen der DZG zusammenschließen, welche die Pflege bestimmter Teilgebiete zum Ziel haben. Die Hauptveranstaltungen einer Studiengruppe sollen Im Rahmen der Jahresversammlungen der DZG stattfinden. Die Beiträge der Studiengruppen zu den Jahresversammlungen werden in den "Verhandlungen der Deutschen Zoologischen Gesellschaft" publiziert. Es gelten dafür die vorstehenden Regeln der §§ 2 und 3. Den Studiengruppen wird in den Rundschreiben der Gesellschaft Platz für Ihre Mitteilungen eingeräumt, solange dies die Gesellschaft finanziell nicht zu stark belastet. Studiengruppen können für ihre Arbeit einen eigenen Beitrag erheben, welcher neben dem regulären Mitgliedsbeitrag zu entrichten ist."
Gründung von Studiengruppen
Die Mitglieder der Studiengruppen treffen sich während der Jahresversammlungen der DZG. In diesen Versammlungen werden jeweils mindestens 2 amtierende Sprecher gewählt. Im 2-jährigen Turnus werden Graduiertentreffen organisiert, die vom Vorstand der DZG finanziell bezuschusst werden. Die Studiengruppen haben ein Vorschlagsrecht für Themen und Redner bei den DZG-Jahresversammlungen. Die Mitglieder der jeweiligen Studiengruppen stimmen sich dazu in den internen Sitzungen für die nächste DZG-Tagung ab.
Bei der aktuellen Tagungsvorbreitung wählen die Studiengruppensprecherinnen und -sprecher unter den Anmeldungen zur Jahrestagung aus und organisieren Symposien zu den Schwerpunkten der jeweiligenTeildisziplin.
Die Mitgliedschaft in mehreren Studiengruppen ist möglich. Es steht den Studiengruppen frei, eine gesonderte Gebühr für ihre Arbeit zu erheben. Interessenten melden sich bei den amtierenden Studiengruppensprecherinnen und sprechern.