vom 17.02. 18.02.2007
im Deutschen Primatenzentrum, Göttingen
Das Graduiertentreffen der Fachgruppe Verhaltensbiologie wurde am Deutschen Primatenzentrum in Göttingen abgehalten. Organisiert wurde es von Claudia Fichtel und ihrem Team vom Primatenzentrum und der Universität Göttingen. Sechsundfünfzig Teilnehmer, im wesentlichen Diplomanden und Doktoranden von insgesamt 26 Instituten nahmen an dem Treffen teil. Die hervorragenden Beiträge, welche viele verschiedene Felder der Verhaltensbiologie abdeckten, die lebhaften Diskussionen und das Zusammentreffen mit vielen Kollegen, umrahmt von einer angenehmen Atmosphäre und einer perfekten Organisation, machten dieses Treffen zu einer fruchtbaren Erfahrung für alle Teilnehmer.
Beide Tage begannen mit einem Vortrag der eingeladenen Sprecher, Prof. Jutta Schneider, Uni Hamburg, und PD Björn Siemers, MPI Seewiesen. Beide gaben einen spannenden und anregenden Überblick über ihre Forschung. Jutta Schneider sprach über evolutionäre Mechanismen, die die verschiedenen beobachteten Muster des sexuellen Kannibalismus in Spinnen erklären können. Björn Siemers präsentierte seine Arbeiten über Nischendifferenzierung und sensorische Ökologie der Nahrungssuche in insektivoren Säugetieren. Die weiteren Beiträge, insgesamt 19 Vorträge und 16 Poster, wurden von den teilnehmenden Diplomanden und Doktoranden vorgestellt. Die behandelten Themen reichten von Genen und Hormonen bis hin zum Verhalten; die untersuchten Arten schlossen Insekten, Amphibien, Vögel und Säugetiere ein. Dieses vielfältige Wissen und die Erfahrung aller Teilnehmer führte zu angeregten und interessanten Diskussionen, Fragen und Vorschlägen. Das Ziel dieser Tagung, Diskussionen zwischen jüngeren und älteren Wissenschaftlern anzuregen, wurde klar erreicht.
Zusätzlich zum wissenschaftlichen Programm wurde eine Führung durch das Primatenzentrum sowie eine Diskussionsrunde über Chancen und Möglichkeiten nach der Doktorarbeit veranstaltet. Claudia Fichtel gab zuerst einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten und Bewerbungsstrategien. Anschließend beleuchteten die Berichte der erfahreneren Teilnehmer C. Fichtel, E. Heymann, P. Kappeler, J. Schneider und B. Siemers die vielen möglichen Wege einer wissenschaftlichen Karriere. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Treffen, dank der interessanten Beiträge und der perfekten Organisation. Herzlichen Dank an das Organisationsteam und an alle Teilnehmer!
Holger Görlitz
Dept. Neurobiologie
Ludwig-Maximilians-Universität München
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