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Ehrungen & Preise

Walther-Arndt-Forschungspreis


Mit dem Forschungspreis möchte die Deutsche Zoologische Gesellschaft das Gedenken an den Berliner Zoologen Prof. Dr. med. Dr. phil. Walther Arndt wachhalten, der aus reichem, fruchtbarem Schaffen heraus im letzten Kriegsjahr wegen offener, kritischer Äußerungen von der nationalsozialistischen Justiz zum Tode verurteilt und am 26.06.1944 im Alter von 53 Jahren hingerichtet wurde. Der Preis soll sowohl an den politischen Mut, als auch an die wissenschaftlichen Verdienste von Walther Arndt erinnern.

Der Walther Arndt Forschungspreis wird für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit über ein zoologisches Thema vergeben. BewerberInnen sollten kurz vor oder nach der Habilitation stehen oder vergleichbare Leistungen vorweisen können. Bevorzugt sollen dabei Arbeiten berücksichtigt werden, welche die Originalergebnisse, gleich auf welchem zoologischen Teilgebiet, in einen größeren biologischen Zusammenhang einzuordnen verstehen.

Der Preis ist mit 5000.- € dotiert und wird im 2-jährigen Turnus auf der jeweiligen Jahresversammlung verliehen.

 

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Die DZG verleiht den Walther-Arndt-Preis für Nachwuchswissenschaftler in 2019 an Herrn Dr. Nico Posnien (Universität Göttingen). Die Preisverleihung findet am Freitag, den 13. September 2019 im Rahmen der 112. DZG-Tagung in Jena statt.

 

 

 


Nico Posnien hat in Göttingen Biologie mit den Schwerpunkten Zoologie und Entwicklungsbiologie studiert. Er promovierte 2009 an der Universität Göttingen in der Abteilung von Gregor Bucher mit einer Arbeit im Bereich der Evolutionären Entwicklungsbiologie. Von 2010 bis 2012 hat Nico Posnien als Postdoc an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und an der Oxford Brookes University bei Alistair McGregor gearbeitet. Seit 2012 ist er Arbeitsgruppenleiter an der Universität Göttingen.

In seiner Forschung beschäftigt sich Nico Posnien mit den molekularen und entwicklungsbiologischen Mechanismen, die der Evolution von Komplexen morphologischen Strukturen zugrunde liegen. Als Modell benutzt er hauptsächlich die Form und Größe verschiedener Kopfstrukturen in Insekten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung und Evolution der Komplexaugen in Fruchtfliegen. Nico Posnien verfolgt einen interdisziplinären Ansatz indem er vergleichende genomische Studien mit entwicklungsbiologischen und morphologischen Ansätzen kombiniert. In Nebenprojekten etabliert er zudem genomische Ressourcen für Spinnentiere, Tausendfüßer und Stummelfüßer, um diese zoologisch relevanten Tiergruppen für vergleichende Studien zu öffnen.

Seine Arbeitsgruppe wird derzeit im Rahmen des Emmy Noether-Programmder Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Aktuelle und frühere Arbeiten wurden zudem von der Volkswagenstiftung, der DFG und der Nachwuchsförderung der Universität Göttingen unterstützt.

https://www.posnien-lab.net/